{"id":129,"date":"2020-10-13T09:34:06","date_gmt":"2020-10-13T09:34:06","guid":{"rendered":"http:\/\/rossmayer.com\/Reitanlagen\/?p=129"},"modified":"2020-10-13T09:34:07","modified_gmt":"2020-10-13T09:34:07","slug":"abc-der-tiergerechten-haltung-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rossmayer.com\/Reitanlagen\/abc-der-tiergerechten-haltung-10\/","title":{"rendered":"ABC der tiergerechten Haltung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\"><strong><em>J \u2013 Jugend und Alter<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das altersgerechte Wohnen ist nicht nur bei Menschen ein\nThema, sondern trifft auch den Pferdebereich, wenn den Bed\u00fcrfnissen der Tiere\nentsprochen werden soll. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fohlen und Jungpferde haben ein besonders ausgepr\u00e4gtes\nBewegungsbed\u00fcrfnis sowie einen ausgepr\u00e4gten Spieltrieb. Diesem m\u00fcssen\nJungpferdegruppen bei der Aufzucht gerecht werden. Die Pferde pr\u00e4gen im Spiel\nunbewusst ihre Bewegungskoordination aus und trainieren gleichzeitig ihr\nSozialverhalten. Auch die Neugier ist bei jungen Tieren deutlich ausgepr\u00e4gter\nals bei \u00e4lteren Pferden, f\u00fcr die viele Dinge schon Gewohnheit und Routine sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufzucht von Fohlen erfolgt in der Regel nach dem\nAbsetzen in Gruppen, die nach Geschlechtern getrennt sind. Das ist einerseits\nden unterschiedlichen Spieleigenschaften von Stuten und Wallachen geschuldet,\nda Hengste Kampfspiele mit Steigen, Bei\u00dfen, Verfolgen, Hinknien, umeinander\nKreiseln lieben, die aber meist in friedlicher Absicht und mit viel Freude\nablaufen. Es sind dabei selten echte Drohgeb\u00e4rden zu beobachten und auch\nVerletzungen treten dabei nur selten auf. Stuten bevorzugen dagegen eher\nLaufspiele und gegenseitige Fellpflege. Zum anderen entwickelt sich der\nGeschlechtstrieb der Hengstfohlen im 2. Lebensjahr und man vermeidet auf diese\nWeise unbeabsichtigte Deckversuche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch alte Pferde eignen sich dazu, in separaten Gruppen\ngehalten zu werden. Da sie oft altersbedingt nicht mehr so reaktionsschnell und\nbeweglich sind, besteht die Gefahr, dass sie in einer gemischtaltrigen Gruppe\nmit vielen jungen Pferden vermehrt verjagt werden und Stress bekommen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der F\u00fctterung ben\u00f6tigen alte Pferde oft l\u00e4ngere\nFresszeiten, um ihren Energiebedarf zu decken. Da die Z\u00e4hne oft nicht mehr so\nintakt sind, kann die Verabreichung von altersgerechten Futtermitteln wie\nHeucobs etc. erforderlich werden. Auch die unrationierte Gabe von Raufutter\nkann die Deckung des Energiebedarfs erleichtern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch alte Pferde m\u00fcssen sich hinlegen und zu diesem Zweck\nsind sie in einer ruhigen, kleineren Gruppe mit anderen Gleichgesinnten besser\naufgehoben. Es ist aber auch hier auf eine gute Verteilung der\nFunktionsbereiche zu achten, denn der Bewegungsanreiz durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde ist\nf\u00fcr \u00e4ltere und ruhigere Pferde besonders wichtig und f\u00fcr Pferde mit Arthrose\nist konstante ruhige Bewegung ein besonders wichtiges Kriterium. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gute M\u00f6glichkeit ist es auch, wenn man einen\nTransponder-gesteuerten Zugang \u00e4lterer Pferde in einen Ruhebereich schaffen\nkann, in dem diese Tiere sich hinlegen oder unrationiert Heu fressen k\u00f6nnen.\nHier ist entscheidend, einen Anreiz zu bieten, dass die Pferde diesen Bereich\nauch wieder verlassen und sich auf diese Weise neben der gew\u00fcnschten Ruhe auch\ndie erforderliche Bewegung verschaffen. Dazu sollten Tr\u00e4nke und\nKraftfutterstation au\u00dferhalb dieses Bereiches liegen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J \u2013 Jugend und Alter Das altersgerechte Wohnen ist nicht nur bei Menschen ein Thema, sondern trifft auch den Pferdebereich, wenn den Bed\u00fcrfnissen der Tiere entsprochen werden soll. Fohlen und Jungpferde haben ein besonders ausgepr\u00e4gtes Bewegungsbed\u00fcrfnis sowie einen ausgepr\u00e4gten Spieltrieb. Diesem m\u00fcssen Jungpferdegruppen bei der Aufzucht gerecht werden. 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